Bandion-Ortner will Bundespräsidentin werden


Nach ihrem Rausschmiss aus dem König-Abdullah-Dialog-Zentrum sucht Claudia Bandion-Ortner eine neue Herausforderung. Als Bundespräsidentin will sie den interreligiösen Dialog vorantreiben.

Claudia Bandion-Ortner: Österreichs erste Bundespräsidentin? (Foto: Wikimedia / Manfred Werner / Tsui)

Claudia Bandion-Ortner: Österreichs erste Bundespräsidentin? (Foto: Wikimedia / Manfred Werner / Tsui)

Ihr Talar weht im Wind. Ihr Arm zeigt gestreckt Richtung Hofburg. „Ich will da rein“, verkündet Claudia Bandion-Ortner, stehend auf einer Bank im Volksgarten. Ein vorüberziehender Obdachloser applaudiert ihr begeistert und verspricht ihr seine Stimme, doch vorher müsse er noch Jesus töten gehen.

Enthaupten und Auspeitschen live im Fernsehen

Mit ihrer Ankündigung 2016 als Bundespräsidentin kandidieren zu wollen, überrascht Bandion-Ortner Freund und Feind. Es sei eine spontane Entscheidung gewesen, heißt es aus dem Umfeld der Ex-Justizministerin. Bandion-Ortner sehe ihre Aufgabe als Vermittlerin zwischen den Religionen noch nicht erfüllt. „Viele Österreicher haben ein falsches Bild von unseren saudi-arabischen Freunden“, so Bandion-Ortner in einem Telefongespräch mit dem Satyr. „Wenn ich Bundespräsidentin bin, werden wir Enthauptungen und Auspeitschungen live nach Österreich übertragen. Dann erkennen die Leute, dass das gar nicht so schlimm ist und auch nicht so oft passiert, wie immer kolportiert wird.“

Sehr praktisch: die traditionelle Abaya. (Foto: Flickr /  nada abdalla)

Sehr praktisch: die traditionelle Abaya. (Foto: Flickr / nada abdalla)

Abaya-Tag für Österreichs Frauen

Bandion-Ortner will vor allem Österreichs Frauen die saudische Kultur näherbringen. Deswegen fordert sie einen nationalen Feiertag, an dem alle Frauen die schwarze Abaya tragen sollen. „Das ist ein angenehmes und praktisches Kleidungsstück. Erinnert mich ein bisschen an meinen Talar“, so Bandion-Ortner.

Finanzhilfe aus Saudi-Arabien

Bandion-Ortner versteht sich als überparteiliche Kandidatin. Geldprobleme scheint sie keine zu haben, denn die saudische Königsfamilie verspricht bereits eine beachtliche Wahlkampfspende. „Ich weiß gar nicht warum alle meinen, die Saudis seien frauenfeindlich. Zu mir waren sie immer super nett“, so Bandion-Ortner heiter. „Aber bevor ich’s vergesse, ich verurteile natürlich die Todesstrafe!“

Kommentar erstellen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


vier × = 8