Erwin Pröll organisiert Behinderten-Zehnkampf


Niederösterreichs Landesvater ist bekanntlich gegen mehr Barrierefreiheit für Behinderte in Gaststätten. Jetzt macht Pröll aus der Not eine Tugend und veranstaltet Österreichs ersten Zehnkampf für Behinderte. „Für mehr Unterhaltung und Integration“, so Pröll. Sie fliegen durch die Luft, planschen wild im Wasser und rollen um die Wette. Das Programm des ersten österreichischen Behinderten-Zehnkampfs verspricht Spaß und Spannung, ganz nach dem Geschmack von Niederösterreichs Lieblingsglatze. „Wir arbeiten gerade an möglichen Disziplinen. Es wird definitiv eine Riesengaudi“, sagt Pröll im exklusiven Satyr-Interview.
Erwin Pröll hat Spaß am "Behindertensport". (Foto: Wikimedia Commons / Christian Jansky)

Erwin Pröll hat Spaß am "Behindertensport". (Foto: Wikimedia Commons / Christian Jansky)

Von Stiegen-Weitsprung bis Kloschüssel-Schwimmen Eine mögliche Disziplin wäre laut Pröll der Stiegen-Weitsprung. Die Rollstuhlathleten sollen sich dabei mit Anlauf über Treppen stürzen. Der weiteste Sturz gewinnt. „Allerdings können Juroren auch B-Noten vergeben, zum Beispiel wenn ein Sturz besonders lustig ist“, so Pröll. Auch das WC soll zum Wettkampfort werden. Beim Kloschüssel-Schwimmen sollen die Behinderten eine gewisse Anzahl an „Runden“ mit dem Kopf in der Schüssel zurücklegen. „Wir machen es den Athleten dabei besonders schwer“, sagt Pröll. Man wolle nicht nur die Sitze entsprechend erhöhen, sondern auch die Klobrillen einfetten um den Behinderten einen reibungslosen Zugang zur Schüssel zu ermöglichen. Der Behinderten-Hochsturz wird es ebenfalls ins Programm schaffen. Dafür will Pröll die Türschwellen bedeutend erhöhen lassen. Auch hier gibt es Noten für den „lustigsten Sturz“. Weitere angedachte Disziplinen sind Rollstuhl-Rennfahren oder auch Behinderten-Weitwurf. Die Konzepte seien allerdings noch in Arbeit. Auch der Austragungsort stehe noch nicht fest. „Wir prüfen die Gegebenheiten vor Ort. Die Stiegen dürfen zum Beispiel eine gewisse Höhe nicht unterschreiten“, so Pröll. Für mehr Unterhaltung und Integration Pröll erhofft sich vor allem einen hohen Unterhaltungswert für die Zuschauer. „Mir hilft es immer durch den Tag wenn ich einen Rollstuhlfahrer die Treppen runterfliegen sehe. Diese Freude möchte ich weitergeben“, meint Pröll. Doch auch die Behinderten sollen profitieren, schließlich integriere man sie endlich in die Gesellschaft. „Dann haben sie auch mal das Gefühl nicht völlig wertlos zu sein.“  

Kommentar erstellen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


2 + eins =