EU-Wahl: Parteien wollen sich umbenennen


Die ÖVP hat die EU-Wahl gewonnen, doch eine Partei übertraf alle Erwartungen. EU-STOP schaffte aus dem Stand 2,7 Prozent, nicht zuletzt aufgrund des starken Signalnamens. Jetzt wollen sich die etablierten Parteien umbenennen. REKOS, EUROPA ANDERS, BZÖ. Die Liste der skurrilen Kleinparteien war lang bei dieser EU-Wahl. Doch die stärkste aus der Gruppe der Freiluftcamper, Bibelfanatiker und EU-Skeptiker war EU-STOP. 2,7 Prozent erreichte die Partei unter ihrem Chef Robert Marschall. Eine Sensation, bedenkt man, dass die frühere EU-Austrittspartei gerade 0,01 Prozent bei der Nationalratswahl schaffte.
Robert Marschall und EU-Stop feiern ihren Erfolg bei der EU-Wahl.

Robert Marschall und EU-Stop feiern ihren Erfolg bei der EU-Wahl.

Name macht sexy Hauptgrund für den Wahlerfolg ist der griffige Name EU-STOP. Das zeigen Umfragen. 99 Prozent der EU-STOP Wähler gaben an, sie wollten die EU stoppen. Die etablierten Parteien planen jetzt, sich umzubenennen. Der Name solle, wie bei EU-STOP, eine leichte und positive Botschaft enthalten, heißt es heute aus den Parteizentralen. "ES GIBT FREIBIER", "WIR MÖGEN TIERE" etc. Die SPÖ möchte sich demnach umbenennen in die "WENIGER ARBEIT, MEHR GELD" Partei. Die ÖVP nennt sich bald "ÖSTERREICH IST TOLL". Auch die FPÖ ändert ihren Namen in "DAVID ALABA IST SUPER". Die Grünen heißen künftig "WIR MÖGEN TIERE" und das BZÖ nennt sich "ES GIBT FREIBIER". Super Ergebnisse erwartet Die Parteien erwarten sich durch die Umbennung starke Zuwächse bei der nächsten Wahl. "Das Parteiprogramm ist doch allen wurscht. Wir verstehen die Zeichen der Zeit und machen es dem Wähler so verständlich wie möglich", heißt es heute aus parteinahen Kreisen. Die Umfragen geben Recht. Demzufolge führt "DAVID ALABA IST SUPER" mit 40 Prozent vor "ES GIBT FREIBIER" mit 25 Prozent.

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