FPÖ gewinnt Heinrich-Himmler-Gedächtnispreis


Nach den umstrittenen Asylwerber-Aussagen des niederösterreichischen FPÖ-Chefs und Nationalratsabgeordneten Christian Höbart, dürfen sich die Freiheitlichen über ein bisschen Anerkennung freuen.

 

„Skandalöser weise [sic] wissen es diese ganzen ‚Erd- und Höhlenmenschen‘ nicht zu schätzen, dass sie hier bestes Essen, neue Kleidung und sonstigen Firlefanz bekommen! Eine Frechheit sondergleichen!!!“ Christian Höbarts Aussage über Asylwerber habe die Jury letztlich überzeugt, so ein Sprecher der Heinrich-Himmler-Privatstiftung, die den Preis vergibt. „Die FPÖ hält die großartige Rassenideologie unseres edlen Namensgebers seit Jahrzehnten hoch“, so die Begründung. Der diesjährige HH-Gedächtnispreis gehe daher gesammelt an die FPÖ, auch weil sich die Partei geschlossen hinter den Satzurheber, Christian Höbart, stelle.

Endlich ein bisschen Anerkennung! HC Strache freut sich über den HH-Gedächtnispreis. (Foto: https://www.flickr.com/photos/bundespraesident-in/)

Endlich ein bisschen Anerkennung! HC Strache freut sich über den HH-Gedächtnispreis. (Foto: https://www.flickr.com/photos/bundespraesident-in/)

 

Strache und Kickl hocherfreut

 Die FPÖ-Spitze zeigt sich stolz über die Auszeichnung. „Christian Höbart spricht mir aus der Seele“, sagt Parteichef Heinz-Christian Strache. Auch Herbert Kickl freut sich über den Preis. „Wie wir alle aus der Schädelforschung wissen, sind Afrikaner, Araber und sonstige Parasiten zum Großteil Erd- und Höhlenmenschen“, argumentiert der FPÖ-Generalsekretär. „Ein richtiger Österreicher hingegen hat zumeist die Schädelmaße eines Bankdirektors oder Skiweltmeisters. Das Mengele-Institut in Buenos Aires hat das wissenschaftlich belegt“, so Kickl.

 

Höbart denkt nicht an Rücktritt

Nach den Rücktrittsforderungen fast aller Parlamentsparteien, freut sich Christian Höbart über den Preis und das Lob seiner Chefs. „Es ist schön, dass das Aussprechen der Wahrheit akzeptiert und honoriert wird“, schreibt Höbart in einer Aussendung. Auf die Rücktrittsrufe werde er nicht eingehen. „‚Mediale Hetzkampagne der Linken’, ‚Diskriminierung von gewählten Parlamentsvertretern’, ‚Wir sind die neuen Juden’ ... Sie kennen ja unsere Stichworte in Sachen Kritik an der FPÖ. Setzen Sie die irgendwo in Ihren Artikeln ein.“

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