Mangelndes Medieninteresse: Bürgerkrieg in Syrien beendet


Seit 2011 wurde in Syrien gegen Diktator Basher Al-Assad gekämpft. Tausende starben, Millionen flüchteten. Da aber niemand mehr über den Konflikt berichtet, wurde er jetzt aus mangelndem Interesse der Medien beigelegt. Fast vier Jahre schon tobt in Syrien der Bürgerkrieg. Assads Flugzeuge bombardieren Städte; die verschiedenen Rebellengruppen kämpften gegen den Diktator und seine Armee. Jetzt aber ruhen die Waffen. Denn seit es in Europa mit der Situation in der Ukraine ein viel wichtigeres Thema gibt, wird über den syrischen Krieg nicht mehr berichtet. Und das Kämpfen ist damit sinnlos geworden.
Kämpfer in Syrien: Endlich ist der Krieg für sie vorbei.

Kämpfer in Syrien: Endlich ist der Krieg für sie vorbei.

"Wir hören im Radio immer nur: Ukraine hier, Ukraine da. So macht das doch gar keinen Sinn mehr!" sagt Rebellenkämpfer Mohammed zum Satyr, dem einzigen Medium vor Ort. Mohammeds Rebellengruppe hat das Kämpfen inzwischen eingestellt. Auch aus Damaskus kommen ähnliche Töne. "Wir brauchen die Medien, mehr als die Medien uns brauchen", hieß es aus dem Palast von Präsident Basher Al-Assad. Da keine Berichte mehr aus Syrien kommen und niemand mehr über den Krieg berichtet, hat auch die Armee Assads inzwischen zu kämpfen aufgehört. "Niemanden interessiert mehr, was wir hier machen! Was hilft es wenn ich ein Haus bombardiere und niemand filmt oder fotografiert das?" sagte ein syrischer Kampfpilot der ungenannt bleiben möchte. Jetzt herrscht Waffenstillstand in Syrien. Wie es jetzt weitergehen soll, ist unklar. Wahrscheinlich muss zunächst die Krise in der Ukraine beendet werden, bis sich die wichtigen Medien wieder auf Syrien konzentrieren können und das Kämpfen endlich weitergehen kann.  

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