Nach Wahldebakel: Faymann will große Koalition gesetzlich verankern 3


Bundeskanzler Werner Faymann will die große Koalition im Bund gesetzlich verankern. Grund dafür sei sicher nicht das historische Wahldebakel in der Steiermark.

Die Steiermark wird zur Kurzparkzone, so blau ist sie eingefärbt. Mit über 27 Prozent hat sich die FPÖ im Apfelland verdreifacht. SPÖ und ÖVP wollen trotzdem weiterregieren, man überlege sich aber als Zugeständnis die „Grüne Steiermark“ in die „Blaue Steiermark“ umzubenennen, so Landeshauptmann Voves beim nachträglichen Frustbesäufnis.
Die FPÖ verdreifacht sich in der Steiermark. Bundeskanzler Faymann sieht trotzdem positiv in die Zukunft. (Foto: Wikimedia / Werner Faymann)

Die FPÖ verdreifacht sich in der Steiermark. Bundeskanzler Faymann sieht trotzdem positiv in die Zukunft. (Foto: Wikimedia / Werner Faymann)

Faymann: „Am Sonntag ist NICHTS passiert!“

Der Bundeskanzler will von Zugeständnissen an die FPÖ jedenfalls nichts wissen. „Warum fragen mich das alle?! Für mich ist am Sonntag NICHTS passiert! Das Wetter war sehr schön“, so Faymann heute auf einer Pressekonferenz. Beim Blumenschneiden sei ihm dann eine besonders gute Idee gekommen. „So ein stabiles Wetter wünsch ich mir immer. Stabil soll auch Österreichs Politik sein. Deswegen will ich die große Koalition gesetzlich verankern“, so Faymann.
"Du weißt schon wer." (Foto: Flickr/bundespraesident-in)

"Du weißt schon wer." (Foto: Flickr/bundespraesident-in)

Keine Angst vor „Du weißt schon wem“

Angesprochen auf das Ergebnis der FPÖ in der Steiermark, sagt Faymann heute nur: „Ich habe keine Angst vor du weißt schon wem! Mit Michael Häupl (65) und Rudi Hundstorfer (63) haben wir zwei junge Talente, die die SPÖ auch künftig auf Platz 1 bringen werden!“ Die gesetzliche Verankerung der großen Koalition sei nur eine Vorsichtsmaßnahme, „nur für den Fall, dass bei der nächsten Nationalratswahl 2018 wieder NICHTS passiert“, so eine informierte Quelle aus der SPÖ.

Faymann will Weg weitergehen

Platz 1 in der Steiermark und im Burgenland, das sei ein klarer Auftrag für die große Koalition, so Faymann. „Wir werden daher unseren Weg weitergehen. Das heißt: mehr Stillstand, mehr Klientelpolitik, mehr Vetternwirtschaft und mehr Proporz.“ Mit dieser Strategie werde man das Land zu alter Größe führen. „Vom Autofahrerklub, über Banken, bis zu den Medien. Wenn Rot und Schwarz sich das Land aufteilen, wird alles gut“, erklärt Faymann selbstsicher. „Du weißt schon wer wird auch 2018 NICHTS erreichen!“  

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