Österreich boykottiert die Fußball-WM 1


David Alaba: „ Können die politischen Missstände in Brasilien nicht ignorieren, Oida!“

Nach der Niederlage gegen Schweden wird Österreich nicht an der WM 2014 in Brasilien teilnehmen. Alle schienen enttäuscht über den verpassten Einzug in die WM-Endrunde. Gestern jedoch enthüllte die Nationalmannschaft den wahren Grund der Nicht-Teilnahme bei einer Pressekonferenz auf einem Fischkutter vor den Färöer Inseln. „Wir hätten leicht gewinnen können“, sagte Teamchef Marcel Koller, „aber wir können bei dem was in Brasilien los ist nicht reinen Gewissens an der WM teilnehmen.“ Also entschied man sich für die elegante Lösung des Konflikts und verlor absichtlich und durchaus glaubwürdig gegen Zlatan Ibrahimovic und seine Kollegen. Die Schweden müssten ihre Teilnahme an der Fußball-WM selbst mit ihrem Gewissen ausmachen, ergänzte Kapitän Christian Fuchs.

David Alaba und Marko Arnautovic freuen sich, dass sie nicht nach Brasilien müssen.

David Alaba und Marko Arnautovic freuen sich, dass sie nicht nach Brasilien müssen.

Für die WM werden sündteure Stadien aus dem Boden gestampft, dafür müssen Tausende Menschen umgesiedelt werden und ihre Häuser werden abgerissen. „Dann ist ein paar Wochen ein Riesenwirbel und dann ist alles wieder ruhig. Die Nachnutzung der Stadien ist ja mehr als fraglich“, sagte Superstar David Alaba den Journalisten.

Die Bevölkerung in Brasilien demonstriert gegen Korruption und Misswirtschaft. Vor allem die Lehrer gehen auf die Straße. Dazu kommen noch die sozialen Probleme und umstrittene Großbauten für WM 2014 und die Olympischen Spiele 2016. Unter diesen Umständen könne und wolle die Mannschaft nicht Teil dieses Spektakels sein, hieß es in der offiziellen Presseerklärung des Nationalteams, mit dem Boykott wolle man ein Zeichen setzen.

Auch Marko Arnautovic zeigte sich ungewohnt nachdenklich: „Natürlich findet die WM auch ohne uns statt, aber trotzdem ist es mit meiner Ethik ur nicht vereinbar, da mitzumachen und so mit schuld zu sein.“

Die Mannschaft freut sich lieber auf ein beschauliches Spiel gegen Färöer und dann auf eine ruhige EM 2016 in Frankreich, ohne politische Spannungen. „Dafür werden wir uns natürlich qualifizieren“, zeigte sich Kapitän Christian Fuchs zuversichtlich.


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