ÖVP-Parlamentarier nehmen sich „versehentlich“ doppeltes Gehalt


Über vier Millionen Euro zu viel hat die ÖVP für den letzten Nationalratswahlkampf ausgegeben. Jetzt kommt der nächste Skandal. Auch die ÖVP Abgeordneten im Parlament nahmen sich über Jahre doppeltes Gehalt.

Armer Gernot Blümel. Schon gestern musste der ÖVP-Generalsekretär auf einer Pressekonferenz sprichwörtlich zu Kreuze kriechen. Die ÖVP hatte im Nationalratswahlkampf statt der erlaubten sieben Millionen über elf Millionen Euro ausgegeben. Heute muss Blümel verkünden, dass sich die ÖVP-Mandatare im Parlament über Jahre „versehentlich“ doppeltes Gehalt genommen haben.

Spenden und Parteienförderung: Die arme ÖVP hat zu viel Geld! (Foto: Dieter Zirnig / neuwal.com)

Spenden und Parteienförderung: Die arme ÖVP hat zu viel Geld! (Foto: Dieter Zirnig / neuwal.com)

„Wir haben leider zu viel Geld!“

„Wie gestern sind wir auch heute überrascht, was da alles passiert ist“, so Blümel. Es seien sehr viele Leute im Nationalrat und daher gäbe es vielfältige Aktivitäten auf vielen Ebenen. „Wir bekommen andauernd Geld von Unternehmen, Lobbyisten und aus der Parteienförderung. Leider haben wir zu viel Geld! Und bei den gegenwärtig niedrigen Zinsen wäre es eine Schande, nichts auszugeben!“

Mehr Kontrolle innerhalb der Partei lehne man weiter ab. „Alles und jeden können und wollen wir nicht kontrollieren. Schließlich sind wir eine liberale Partei“, so Blümel.

Auch das Team Stronach überschritt die erlaubten Ausgaben im Wahlkampf mit 13,5 Millionen um fast das Doppelte. „Da wurde alles recorded! Ihr habt nie eine Firma geführt, das muss man machen“, so Parteigründer Frank Stronach.

Welche Strafen folgen?

ÖVP und Team Stronach drohen jetzt Geldstrafen. „Wir beten schon alle den Rosenkranz und geißeln uns. Hoffentlich vergibt man uns unsere Schuld“, sagt der reuevolle Gernot Blümel. Frank Stronach gibt sich weiter unnachgiebig. „Ich habe die ganzen Waffen. Ich habe die ganzen Panzer. Ich habe die Kampffighterjets“, so seine nicht näher erläuterte Antwort auf die Anschuldigungen.

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