ÖVP will Freiheitskampf auf dem Land führen


Die ÖVP verliert eine Wahl nach der anderen, immer mehr Parteimitglieder laufen zu den Neos über. Jetzt will die Volkspartei die Konsequenzen ziehen und einen energischen Schritt zurück machen.   In der neuesten Market- Umfrage liegt die Volkspartei nur noch auf Platz drei hinter der FPÖ und der SPÖ. In der Kanzlerfrage stürzte Parteichef Michael Spindelegger ab auf zwölf Prozent. Daraus zieht er nun seine Konsequenzen. Er gab bei einer Pressekonferenz bekannt, dass sich die ÖVP komplett aufs Land und in ihre verbliebenen Hochburgen zurückziehen wolle.
Wie sein Vorbild Andreas Hofer möchte Spindelegger einen Freiheitskampf führen.

Wie sein Vorbild Andreas Hofer möchte Spindelegger einen Freiheitskampf führen.

„Die ÖVP wird in den kommenden Wahlen nur noch in den Gemeinden und Bezirken antreten, in denen ein Sieg sicher ist.", sagte Michael Spindelegger. Das wären  Gemeinden wie Pfaffenschlag und Grafenschlag in Niederösterreich sowie die tradtionell schwarzen Orte Nesselwängle, Vorderhornbach und Hinterhornbach in Tirol. Hier hat die ÖVP jeweils sogar über hundert Stimmen bekommen und damit die Mehrheit errungen. Auch aus Wien wird sich die Volkspartei nach der Niederlage bei der Mahü-Volksbefragung zurückziehen. Nur Ursula Stenzel will ihre Bastion im 1. Bezirk nicht aufgeben. "Zur Not kämpfe ich auch allein", sagte die schwarze Bezirksvorsteherin dem Satyr. Die ÖVP reagiert mit ihrem Rückzug auch auf jüngste Signale der vorsichtigen Erneuerung der Partei, wie etwa den Vorstoß von Andrä Rupprechter bei Adoption für homosexuelle Paare. "Solche unnötigen Meldungen brauchen wir überhaupt nicht, "polterte Spindelegger. "Wer unbedingt Wahlen gewinnen will soll doch zu den Neos abhauen!" Insidern zufolge soll dies schon passiert sein und heißt "einen auf Busek machen" im Parteijargon.  Der harte Kern der ÖVP macht aber Ernst und zieht sich aufs Land zurück. Von dort aus sollen immer wieder streng konservative Vorstöße gewagt werden.  Die wichtigen Hochburgen sollen um jeden Preis verteidigt werden. Michael Spindelegger will dabei ganz seinem Vorbild Andreas Hofer nachfolgen. Unter anderem will er auch gegen die Bayern kämpfen. In Sachen Hypo Alpe Adria. Sollte der Kampf nicht erfolgreich sein, erhofft sich Spindelegger zumindest den Märtyrertod, so wie sein anderes großes Vorbild, Engelbert Dollfuß.   

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