Pröll erhält niederösterreichischen Medienpreis


Der „goldene Erwin“ geht an Niederösterreichs Landeshauptmann für sein Lebenswerk. Er sei der „bedeutendste Medienmacher der letzten Jahrzehnte“, hieß es in der Laudatio.

Ein Kilo wiegt der goldene Erwin, das kugelrunde Miniaturabbild des niederösterreichischen Landesvaters. Ein Schwergewicht, genau wie sein Namensgeber. Diesen Sonntag wurde die Trophäe beim Erwin Pröll Medienpreis erstmals vergeben, und das gleich an seinen Stifter.

Der Landesfürst ist den Jubel seiner Vasallen zwar seit Jahrzehnten gewohnt. Als er sein goldenes Ebenbild auf der Bühne des Großen Saals im Festspielhaus St. Pölten entgegennahm, musste er jedoch eine Träne der Rührung unterdrücken. „Ich danke. Ihr Zuspruch ist zwar nicht nötig, ehrt mich aber sehr“, sagte Pröll sichtlich bewegt vor den versammelten Politik- und Medienvertretern.

Erwin Pröll freut sich über den "goldenen Erwin".

Erwin Pröll freut sich über den "goldenen Erwin".

Norbert Gollinger, Direktor des ORF-Landesstudios Niederösterreich, ehrte Pröll in der Laudatio für sein Lebenswerk. „Der ORF hat Erwin Pröll viel zu verdanken. Nicht zuletzt mich“, sagte Gollinger. „Er ist ohne Zweifel der bedeutendste Medienmacher der letzten Jahrzehnte. Und so fürsorglich! Liebe sind Werbeaufträge“, sagte Gollinger an Pröll gerichtet.

Der ORF revanchiere sich auf seine Art für Prölls Fürsorge. „Doppelte Redezeit bei Wahldiskussionen, leichtere Fragen, günstige Berichterstattung – wie immer was sie wollen, Dr. Pröll.“

Der Medienpreis ist mit 20 000 Euro dotiert und wird vom Land Niederösterreich gestiftet. Pröll verriet dem Satyr nach der Verleihung exklusiv, was er mit dem Geld machen wolle. „Ich brauche es nicht. Aber meine alte Freundin, die Monika. Die braucht eh ein bissl Geld für ihre Werbeaufträge, die sie fürs St. Anna Kinderspital macht.“ Für seine Kinder, tue er eben alles.

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