Reiche schütten Sekt in die Donau


Seit 1. März gibt es wieder Steuern auf Schaumwein. Ein Glas Sekt wird bis zu 50 Cent teurer. Reiche, Partylöwen und andere notorische Sekttrinker sind bestürzt - und reagieren mit einer drastischen Protestaktion. Die versammelten Medienvertreter am Donauufer wussten schon, heute passiert etwas Außergewöhnliches. So hatte es ein anonymer Anrufer ihnen prophezeit. Doch diesen Anblick waren auch sie nicht gewohnt. In ihren schönsten Fracks und Ballroben bekleidet, stürmten knapp 50 Demonstranten ein Versorgungsschiff des Sektherstellers Schlumberger. Das Schiff wollte gerade seine wöchentliche Sektlieferung im Wiener Donauhafen entladen.
"Niemals zuvor in der Geschichte hat jemand einen so genialen Einfall gehabt." - ZASTA

"Niemals zuvor in der Geschichte hat jemand einen so genialen Einfall gehabt." - ZASTA

"FREIHEIT DEM ALKOHOLISMUS" Nachdem sie das Schiff gekapert hatten, warfen die Demonstranten nacheinander alle Sektkisten von Bord. Unter lautem Jubel der morgendlichen Donauinseljogger und Sandler riefen sie "FREIHEIT DEM ALKOHOLISMUS" und "TOD DEM RÄUBERSTAAT". Die Demonstranten gehörten zur radikalen Gruppe "Zusammen Alle Steuern Abschaffen" (ZASTA). Der Verein der Opernballsäufer und der Seitenblicke Klub solidarisierten sich mit den Demonstranten von ZASTA. Wer ist ZASTA? Über ZASTA ist nicht viel bekannt. Gerüchten zufolge seien aber Baulöwe Richard "Mörtel" Lugner und auch die Swarovski-Familie in der Vereinigung. "Heute zeigen wir, was wir von einem Staat halten, der die Reichen bluten lässt, nur um noch irgendeinem armen Schlucker die Mindestsicherung zu zahlen", sagt ein Demonstrant dem Satyr. "Wir haben uns unseren Sekt verdient. Unser Kapital hat dafür hart am Bankkonto gelegen, damit wir Zinsen kassieren", so ein weiterer Demonstrant. Häupl ist unbeeindruckt "Niemals zuvor in der Geschichte hat jemand einen so genialen Einfall gehabt", schreibt ZASTA heute triumphierend in einer Aussendung. Dieses Spektakel werde als Wiener Sektparty in die Geschichte eingehen. Wiens Bürgermeister Michael Häupl zeigt sich unterdessen von der Protestaktion unbeeindruckt. "So lang's keinen Spritzwein wegschütten, is mir alles wurscht", sagt Häupl heute.

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