Sparen bei Bildung: Regierung muss in die Klassenzimmer


Jetzt zeigt die Bundesregierung den Lehrern, wie es wirklich nicht geht.

Jetzt zeigt die Bundesregierung den Lehrern, wie es wirklich nicht geht.

Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek hat es nicht leicht. 57 Millionen Euro muss sie dieses Jahr noch im Bildungsbereich sparen. Heinisch-Hosek hat genug und ergreift drastische Maßnahmen: Die Minister sollen unterrichten!
  Damit hat Heinisch-Hosek wohl Freund und Feind kalt erwischt. "Immer wenn ich Kürzungen vorschlage, schreit jemand! Mir reichts! Jetzt ist die Zeit für Aktionismus! Als Bildungsministerin beordere ich die Regierung in die Klassen zum Unterrichten", sagt Heinisch-Hosek dem Satyr beim wöchentlichen Ministerrat. Die  Fächeraufteilung liegt dem Satyr exklusiv vor: Bundeskanzler Werner Faymann übernimmt Deutsch und das Freifach "Sprechen".  "Schnarren ist das Zauberwort - und ganz viel Lächeln. Das will ich den Schülern beibringen", sagt Faymann heute. Da er seinen Schülern aber den Schlüsselbegriff „Situationselastizität“ näher bringen will, wird Faymann nur ab und zu, und nur, wenn er will, im Klassenzimmer stehen. Vizekanzler Michael Spindelegger unterrichtet Mathematik. Spindelegger sei nicht nur Finanzminister, sondern auch der Unbeliebteste in der Regierung - beides passe perfekt für einen Mathelehrer, so Heinisch-Hosek.Verteidigungs- und Sportminister Gerald Klug übernimmt Bewegung und Sport. „Kinder sind ja eigentlich die perfekten Soldaten, auch sie sind an desolate Gebäude und mieses Essen gewöhnt“, sagte Klug. Wissenschafts- und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner übernimmt natürlich Geographie und Wirtschaftskunde. "Zum Glück gibt es in der Schule keine Wissenschaft. Damit kann ich eh nichts anfangen", sagte er. Auch ein Ex-Regierungsmitglied findet sich auf dem Unterrichtsplan: Ex-Finanzministerin Maria Fekter. Sie wird Englisch unterrichten, "shortly without from delay" werde sie im Klassenzimmer stehen, so Fekter. Innenministerin Johanna Mikl-Leitner unterrichtet gleich zwei Fächer: Geschichte und Sozialkunde sowie das Freifach politische Bildung. Sie hoffe nur, dass sie die Kinder nicht ständig mit „Herr Professor“ anreden, verriet sie dem Satyr. Verkehrsministerin Doris Bures übernehme Physik, denn sie wisse warum und wie sich die Dinge bewegen, so Heinisch-Hosek. Um weiter zu sparen werden die Fächer Biologie und Religion zusammen gelegt. Lehrer in diesem neuen Fach wird Umweltminister Andrä Rupprechter, wie er heute beim "heiligen Herz Jesu" verspricht. Josef Ostermayer übernimmt Bildnerische- und Musikerziehung, Sophie Karmasin Psychologie und Gesundheitsminister Alois Stöger Latein. "Das brauche ich im Gesundheitsbereich ja ständig", kommentiert Stöger. Auf Sebastian Kurz wurde natürlich nicht vergessen. Er wird Schulpsychologe, weil er immer ein Ohr habe für die Probleme der Menschen, so Heinisch-Hosek. Sie selbst übernimmt natürlich auch einen Job und zwar den der Direktorin.  

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